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4-Tages-Tour nach Eisenach

Teilnehmer:

Klaus Raaf
Pedro Schröder
Monika u. Joachim Monhof
Andrea u. Joachim Schmidt
Doris u. Martin Kreß
Anja Jansen u. Detlev Kröger
Erika u. Harald Weiß

Author: Harald Weiß

4-Tages-Tour nach Eisenach (Red-Nose-Tour)

Tag 1 (Anreise)

Wisst ihr, wie es aussieht, wenn sich direkt vor einem eine 1200’er langsam auf die linke Seite legt? Ich schon, denn so fing der fahrtechnische Teil unserer Tour an, kaum dass wir 50 Meter gefahren waren. Detlev ist auf regennasser Fahrbahn mit dem Vorderrad gerutscht und schon war es passiert. Schön anzusehen, wie Anja auf dem kippenden Motorrad steif sitzen blieb. Selbst als die Maschine bei 45 Grad zum Stillstand kam, saß sie noch aufrecht drauf.

Klaus kam direkt zur Hilfe und gemeinsam wurde die Maschine wieder aufgerichtet. Anja war aber inzwischen abgestiegen. Und es sollte nicht der letzte Umfaller auf dieser Tour gewesen sein.

Den nächsten Fehler hab‘ dann ich fabriziert. Kaum weitere 100 Meter weiter mussten wir rechts abbiegen. Ich wähnte Klaus, Detlev und Hägie hinter mir. Die waren aber offensichtlich nicht so schnell nach dem Umfaller. Besser wäre wohl ein Blick in den Rückspiegel gewesen. Dann hätte ich an der Ecke angehalten. So haben wir also, nach nunmehr ca. 150m, drei Maschinen aus der Kolonne verloren, da sie das Abbiegen nicht mitbekommen hatten und geradeaus gefahren sind. Hat ein paar Minuten gedauert, bis wir wieder sieben Maschinen zusammen hatten.

Was ein Glück, dass vor der Abfahrt auch noch etwas Gutes zu berichten ist. Andrea und Joachim hatten zu einem Tour-Start-Frühstück eingeladen. Pünktlich um 09:00 Uhr trafen wir uns in Bergisch Gladbach und konnten an einem Frühstück teilnehmen, an dem sich hinsichtlich er Reichhaltigkeit so manches Hotel eine Scheibe abschneiden könnte. Klaus hat mich dann auch noch mit einem eigens für mich angefertigten Patch überrascht, der mich als Webmaster der GWRRA ausweißt. Schade, kein Nähgarn da, sonst hätten wir mit der Abfahrt warten müssen, bis das Teil aufgenäht war.

Nun denn, pünktlich um 10:00 Uhr saßen wir auf den Maschinen und fuhren los. Was in den ersten Minuten passierte steht ja weiter oben. Petrus meinte es anfänglich nicht so gut mit uns. Joachim, der die Kolonne anführte, lotste uns durch kleinste Dörfer und ebenso kleinste Sträßchen. Die waren im nassen Zustand nicht so angenehm zu fahren. Besonders Detlev berichtete nachher über erhebliche Schwierigkeiten mit der 1200’er. Doch je weiter wir Richtung Olpe fuhren, umso trockener wurde es. Kaum hatten wir die Autobahn Richtung Siegen gewechselt, hörte der Regen ganz auf. Um es vorweg zu nehmen, nass sind wir bis Eisenach nicht mehr geworden.

Der übliche Tankstopp auf dem Weg nach Thüringen, der Rasthof Reinhardshain, wird auch dieses Mal angefahren. Den Durst der Maschinen gestillt, den kleinen Snack vertilgt, und schon geht es weiter.

Zwischendurch wird noch eine kleine P…-Pause eingelegt. Und da beginnt der Anfang vom Ende von Detlev’s Batterie. Nur kurze Zeit standen wir dort, aber beim Start reagiert die gute alte 12’er nur noch mit einem müden Zucken. Schnell sind die Bio-Starter vor Ort und zusammen mit Detlev kann die Maschine noch einmal reanimiert werden.

Bis zur Ankunft im Hotel am frühen Nachmittag gibt es dann keine weiteren Zwischenfälle. Nach dem Einchecken und ein paar Minuten Ausspannen treffen wir uns alle wieder in der Lobby, denn inzwischen machte sich vielfach so ein Gefühl des Hungers bemerkbar. So sind wir dann mit der ganzen Truppe Richtung Innenstadt, um uns etwas Essbares zu suchen. Die Suche dauerte nicht lange. Inzwischen war es so warm geworden, dass wir uns zu einem Platz im Freien entschieden. Wie üblich, wenn die Gold Winger in Gruppe in einem Restaurant aufschlagen, wurde erst mal das Mobilar so hergerichtet, dass wir auch alle an einer Tafel sitzen konnten. Das Essen war gut, Hägie war besser, als er in seiner für ihn typischen Art und Weise versuchte, unseren Junggesellen Pedro an den Mann (sorry, an die Frau) zu bringen. Leider hatte er wenig Erfolg, so dass Pedro dann doch mit Klaus Vorlieb nehmen musste. Die beiden mussten sich ein Doppelzimmer teilen.

Nach dem Essen ging es zurück ins Hotel zur Nach-dem-Essen-Siesta. Die zog sich bis ca. 20:00 Uhr. Erneut treffen sich Hägie, Monika, Andrea, Pedro, meine Wenigkeit und Klaus, um nach einem Lokal zu suchen, wo man auch noch etwas essen kann. Auch jetzt brauchen wir nicht lange suchen und landen in einem urgemütlichen Lokal, dem Kartoffelhaus, ganz in der Nähe des Hotels. Doris und Martin hatten wohl denselben Riecher. Beide trafen wir dort.
Das Lokal war so gemütlich, dass wir uns entschlossen, für Samstagabend anlässlich des EM-Spiels Deutschland gegen Portugal einen Tisch zu reservieren. Weit vor Mitternacht war dieser ereignisreiche Tag schließlich zu Ende und wir begaben uns in die Waagerechte.

Tag 2

Der begann, wie am Vorabend verabredet, um 09:00 Uhr mit dem Frühstück. Mein persönlicher Eindruck: reichlich Auswahl, aber für das nächste Frühstück entscheide ich mich wohl für einfaches Brot, denn dass, was dort Brötchen genannt wird, lässt Erika zu Hause trocknen, um es an die Hasen zu verfüttern.

Wir haben eine Besichtigung der Wartburg geplant. Detlev verzichtete diesmal auf den Bio-Starter und griff lieber zu Martins Starhilfekabel, um seine 12’er wieder zum Leben zu erwecken. Pünktlich um 10:00 Uhr starten wir Richtung Wartburg. Dort angekommen, parken wir alle auf einem ausgewiesenen Motorrad-Parkplatz, nur Hägie nicht, der seine 18’er auf dem Hauptständer platziert.

Der Besichtigung voraus ging ein mühsamer Aufstieg zur Burg. Man sollte sich, mich inbegriffen, doch mal ein bisschen mehr bewegen. Doch es kommen alle mehr oder weniger röchelnd oben an der Burg an. Der weite Blick über die Stadt und ins Umland entschädigt ein wenig für die Mühe des Aufstieges und wir entschließen uns zu einer geführten Besichtigungstour. Leider gibt es erst ab 25 Personen einen Gruppenrabatt. Die Führung war interessant, aus meiner Sicht aber ein wenig fad.

Nach ca. 2 Stunden begeben wir uns wieder an den Abstieg, jedoch nicht ohne vorher in der Schloßschänke ein wenig den Durst gelöscht zu haben.

Wieder bei den Motorrädern angekommen, machen wir uns für die Abfahrt fertig. Hägie, der ja seine Maschine nicht auf dem Motorrad-Parkplatz stehen hatte, musste nun feststellen, dass der gewählte Untergrund nicht unbedingt dem Gewicht einer auf dem Haupständer stehenden Gold Wing gerecht wurde. Der hatte nämlich inzwischen etwas nachgegeben, so dass die Maschine jetzt auf vier Punkten stand. Die Räder berührten inzwischen auch den Boden. Bekanntlich ist es schwierig, eine solch schwere Maschine aus dieser Lage zu befreien, aber die notwenigen Helfer waren schnell vor Ort und schoben Hägie von seinem Ständer. Zu schnell? Wahrscheinlich, denn der Lenker war gar nicht so schnell geradeaus gerichtet, wie geschoben wurde und schon hatten wir Umfaller zwei, diesmal auf die rechte Seite. Glück im Unglück; neben Hägie stand ein Mercedes, der glücklicher Weise nichts abbekommen hat.

Wir hatten im Anschluss eine Tour geplant, die Joachim und Pedro ausgearbeitet hatten. Erika hatte sich inzwischen aber entschieden, diese nicht mitzufahren, so dass wir erst nochmal zum Hotel zurückfuhren. Dort haben sich dann Andrea, Detlev, Anja, Hägie und Monika ebenfalls ausgeklingt weil:
- Andrea ein neues Brillengestell brauchte. Ihres hatte sich verabschiedet
- Detlev dem Sterben seiner Batterie nicht länger zusehen wollte
- und Hägie den Chauffeur für Detlev beim Beschaffen einer neuen Batterie spielte

So machen wir uns letztlich mit fünf Maschinen auf den Weg. Der Rennsteig ist das Ziel. Das Wetter ist angenehm. Im bekannten Skigelände in Oberhof machen wir eine kurze Pause und stärken uns ein wenig, bevor es weiter durch die herrliche Landschaft Thüringens geht.

Am Abend treffen wir uns beim Chinesen direkt gegenüber unserem Hotel um im Anschluss den Abend langsam ausklingen zu lassen.

Tag 3

Frühstück und Abfahrt wir am Vortag. Ein Pärchen aus Bochum gesellt sich zu uns, um mit uns den Tag zu verbringen. Naja, er fährt keine Gold Wing, aber sechs Zylinder hat er auch mit seiner 1600’er BMW.

Die geplante Tour soll uns nach Suhl ins Fahrzeugmuseum führen. Erneut nehmen wir die Strecke über den Rennsteig. Herrliche Landschaft, wenn auch der Straßenbelag teilweise sehr zu wünschen übrig lässt. Ich erwäge schon, Erika hinten festzuschnallen, damit sie bei den teils überraschenden Bodenwellen den Kontakt zum Motorrad nicht verliert. Nach einem erneuten Zwischenstopp in Oberhof (Detlev und Anja wollten das auch mal sehen) kommen wir wohlbehalten in Suhl an. Wasser von oben ist uns bisher unbekannt, da Pedro als Tourguide wohl eine spezielle Vereinbarung mit Petrus abgeschlossen hat.  Mit auffälliger Häufigkeit schafft er es immer dort zu fahren, wo der Regen schon durchgezogen ist, was leider zur Folge hat, dass wir bis Suhl weite Strecken auf regennasser Fahrbahn unterwegs sind. Ein Frevel bei einer solch tollen Strecke. Joachim muss das Herz geblutet haben.

Der Museumsbesuch war toll. Nirgendwo habe ich vorher so viele alte Schätzchen auf einem Fleck gesehen wie hier. Und man durfte, eigentlich unüblich, fotografieren, oder habe ich die Verbotsschilder übersehen?

Noch unter vollem Eindruck der schönen alten Maschinen schließen wir uns nach dem Besuch Monika und Hägie an, die inzwischen direkt in der Nähe des Museums einen Italiener gefunden hatten. Da die Zeit inzwischen über den Mittag fortschritten war, sollten auch die hungrigen Mägen etwas von dem tollen Tag haben und es wurde Pizza, Nudeln und Salat bestellt.

Auf der Weiterfahrt machten sich dann ein paar durstige Gold Wing’s bemerkbar. Eine Tankstelle ist schnell gefunden.  Aber warum erwähne ich hier einen Tankstopp. Ist doch während einer Tagestour nicht Ungewöhnliches. Dieser Tankstopp schon, ordne ich mich selbst doch als Nummer Drei in die Reihe der Umfaller ein. Und mal ehrlich, Herr Weiß, der dümmste dazu. Man stellt eben seine Gold Wing nicht auf den Luftständer. Dumm gelaufen. Es sollte aber der letzte Umfaller auf dieser Tour sein und zum Glück hat keine der Maschinen größeren Schaden erlitten.

Nach einer wunderbaren Tour mit einem erfolgreichen Tourguide Pedro, der sich glücklicher Weise mehr auf sein Navi als auf seine Nase verließ,  erreichen wir wieder unser Hotel. Man verabredet sich für 19:00 Uhr in dem bereits erwähnten Lokal zum Abendessen. Leider ist die Zeit bis dahin noch lang. Man kann die Zeit aber auch zum Entspannen nutzen, was ich auch machen wollte. Ich setzte mich also in den Sessel auf unserem Zimmer, Erika hatte sich für die waagerechte Variante entschieden, um nicht einzuschlafen. Leider wird dann doch ein Zustand der Tiefenentspannung daraus und ich wache um 19:20 Uhr auf. Jetzt aber nix wie los. Warum muss ich immer der Letzte sein?

Der Abend ist sowohl für uns als auch für die deutsche Nationalmannschaft sehr erfolgreich; wir haben ein sehr schmackhaftes Essen hinter uns und die Fußballer gewinnen gegen Portugal 1:0.

Was will man mehr. Schon während des Spiels löst sich die Runde aber so langsam aus, da ja nicht jeder Fußball-Fan ist. Gegen 23:45 Uhr bin auch ich wieder im Hotel.

Tag 4 (Abreise)

Frühstück und Abfahrt wir am Vortag. Absolut pünktlich um 10:00 Uhr geht es ab Richtung Heimat. Ich habe über die regionalen Wettervorhersagen der verschiedenen Regionen, durch die wir auf der Rückfahrt fahren wollten, herausgefunden, dass wir vor dem Abend in Köln sein mussten, um trocken zu bleiben. Wir wollen bis Bad Hersfeld die Autobahn nutzen und dann über Land nach Hause fahren. Erneut zeigt Pedro seine Qualitäten als Kolonnenführer. Nach einer letzten gemeinsamen Pause kurz vor Köln verabschieden wir uns gegenseitig, um im Anschluss die individuellen Wege Richtung Heimat zu nehmen.

Fazit: Erika und ich werden im kommenden Jahr in jedem Fall wieder dabei sein. Lachen ist gesund, und wo lebe ich gesünder als in dieser Truppe.
Zudem scheinen wir nach der Titelverleihung an Klaus als „Navi-Master of Desaster“ jemanden gefunden, der sein Navi beherrscht und nicht umgekehrt.

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Thursday, 22. August 2019

2. Tages-Tour 2019 Steinebach - BMW-Museum